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Die S├Âldnergilde
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tl Idee & Erstellung tr

Thirsty Fish

   
Spieleranzahl: Eins (kampf)
Gr֧e: 669 KB
Datum: 1999
Schwierigkeit: 4
Ziel: Akt 1: Kampf um Alkabak
-Stadt mit 2000 Kaufleuten errichten
-Zuckerrohrmonopol erlangen
Akt 2: Irren ist menschlich
-Stadt mit 2200 Einwohnern, davon 1200 Aristokraten errichten
-Gesamtbilanz von 2600 und Handelsbilanz von 3500 Talern erreichen
Akt 3: Der Himmel soll warten
-Piraten vernichten
 
 
 
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Akt 1: Kampf um Alkabak


W ├Ąhrend du das eigens f├╝r diese Mission eingerichtete Kontor untersuchst, findest du an der vereinbarten Stelle, hinter den Kisten f├╝r Nahrung und Werkzeuge, ein versiegeltes Schriftst├╝ck der Gilde. Eiligst verl├Ąsst du das Kontor, rufst deine Gef├Ąhrten zusammen und beginnst, laut vorzulesen:

W illkommen auf Alkabak, elende Tagel├Âhner! Der Insel, auf die sonst nur Todgeweihte ihre F├╝sse setzen. Wie ihr wisst, ist uns das Alkoholverbot des K├Ânigs ein unakzeptables ├ärgernis. Eure Br├╝der sind durstig, die Wirtsh├Ąuser stehen leer. Die Eroberung von Alkabak - und mit ihr die Ausweitung unserer Brandweinproduktion - k├Ânnte euch das Wohlwollen der Familie einbringen, falls wir Nachricht ├╝ber euren Erfolg erhalten sollten. Nachricht von einer neuen Stadt mit 2000 Kaufleuten.

Akt 2: Irren ist menschlich


D ie Gilde feiert euren Erfolg mit einem ausgelassenen Zechgelage! Edle Speisen werden gereicht, gew├╝rzt mit der Ernte aus aller Herren L├Ąnder. Der Wein fliesst in Str├Âmen, als w├Ąre er nie Mangelware gewesen, und von den Tischen um dich herum ert├Ânen lauthalse Schm├Ąhungen gegen den K├Ânig, die in ihrer Deutlichkeit keinen Zweifel an den Absichten deiner neuen Bruderschaft erkennen lassen. In all dem L├Ąrm hast du dich trotzdem einen Moment lang gedanklich verloren und ├╝ber euren neuen Auftrag nachgedacht.

V iel Informationen sind es nicht, die man dir gab. Eine Geschichte ├╝ber einen Gesellen, in den man volles Vertrauen gesetzt hatte. Doch dieser ist der Aufgabe, die ihm gestellt gewesen war, scheinbar nicht gewachsen gewesen, und so erlag er dem Wahnsinn, verb├╝ndete Eingeborene anzugreifen, die ihn daf├╝r vielfach straften. Mehrfach f├╝hrte er sein Heer in erfolglose Schlachten und schlussendlich waren seine L├Ąndereien, die er zu betreuen gehabt hatte, so verkommen wie sein unwiederbringbar verlorener Verstand...

D ie Gilde b├╝sste ihren Einfluss in der Region ein und mit ihm auch die Handelsbilanz von 3000 Talern sowie eine Gesamtbilanz von 2600 Talern. Ebenso eine Stadt mit 2200 Einwohnern, in der 1200 Aristokraten gelebt haben sollen.

D eine Gedanken wandern zur├╝ck zu dem gl├╝henden Blick deines Meisters, der dir bei eurem heutigen Gespr├Ąch grosses Wohlwollen entgegengebracht hatte. Auf keinen Fall willst du diesen Mann entt├Ąuschen und so beschliesst du, ihm ein Gesellenst├╝ck allererster Kaj├╝te vorzulegen. Immerhin entgegnetest du ihm ja auch k├╝hn: "Kein Problem, Chef. Bei der Handelsbilanz leg' ich noch 500 Taler oben drauf!"

Akt 3: Der Himmel soll warten


D u gehst die steinerne Treppe hinab und biegst wie beschrieben den zweiten Gang rechts ab. Du bist noch nie in diesem Bereich der alten Goldmine gewesen. Der Tunnel, in dem du dich jetzt befindest, ist genauso finster und kalt wie die vorherigen. Je l├Ąnger du stehen bleibst und mit deinem kleinen Sturmlicht die grob behauenen W├Ąnde beleuchtest, desto st├Ąrker kriecht die K├Ąlte des Berges dir durch dein d├╝nnes Gewand. Ein halb erfrorener Punkt an deiner Fussohle sagt dir ausserdem, dass du dringend neue Sandalen brauchst... Nach einer weiteren Abzweigung erreichst du das Ziel deiner unterirdischen Wanderung: Vor einer hell mit Fackeln erleuchteten Fl├╝gelt├╝r, reich mit Schnitzereien verziert und von zwei Gildenbr├╝dern bewacht, bleibst du stehen und nennst die Parole. Dir wird ge├Âffnet. Das angestrengte Keuchen der Wachen ├╝bert├Ânt dabei fast noch das satanische Knarren der Scharniere. Dein Blick f├Ąllt zuerst auf einen steinernen Thron; schlicht in der Ausf├╝hrung, ganz ohne jeden Schn├Ârkel und so klein, dass nur ein Kind darauf Platz nehmen k├Ânnte. Daneben, mit dem Gesicht zur hinteren H├Âhlenwand gedreht, die ├╝ber und ├╝ber mit goldenen Adern durchzogen ist, steht ein Zwerg. Er hat sich nicht die M├╝he gemacht, sein langes graues Haar unter dem Helm zu verstauen. Ein ungew├Âhnlicher Helm. Anscheindend mit Tierz├Ąhnen gepanzert. Eberhauer? Eine m├Ąchtige R├╝stung. Und ganz sicher nur f├╝r Hohepriester der Gilde gemacht. Du trittst n├Ąher, aber nicht zu nahe. Der Raum ist klein. Fast schon eng, wenn die Wachen auch noch mit hereinkommen w├╝rden. Du willst zur Begr├╝ssung ansetzen, doch da spricht der Zwerg - nein: die Zwergin! - dich an:
"Ah. Ein weiterer Geselle, der zum Meister werden will. Gut so. Unsere Lehren verbreiten sich. Das ist gut."
"Du kannst mir helfen, meinen Brief zu machen?".
"Helfen?", h├Âhnt die Zwergin, dreht sich zu dir um und grinst dich aus ihrem faltigen Gesicht heraus an: "Ich kann Dir sagen, was Du tun musst. Helfen musst Du Dir selbst."
"Sicher... Wie also lautet mein Auftrag?", fragst du die trotz ihres offensichtlichen Alters immer noch kr├Ąftig wirkende Gestalt. Ihrem ├äusseren nach zu urteilen legt sie auf Damenhaftes keinen Wert: eine fellgef├╝tterte Jacke aus ehemals hellbraunem und nunmehr fleckig angelaufenem Leder; die Beine geschickt in ├╝ber die Stiefel fallenden und ebenfalls gef├╝tterten Beinkleidern verborgen. Eine ganze Elle angetrockneten Schlamm von der Sohle bis zum Knie. Als w├Ąre sie direkt vom Pferd in den bitterkalten Sumpf hinter der Mine gestiegen.

D eine Beobachtungen sind deinem Gegen├╝ber nicht entgangen. Du erh├Ąltst prompt Antwort.
"217 Jahre. Das ist kein Alter f├╝r einen Zwerg. Und w├Ąhrend Du dar├╝ber nachdenkst, welchem Sumpfloch ich heute entstiegen bin, h├Âr' mir einfach nur zu: Der Auftrag, den ich Dir hiermit erteile, ist der Auftrag von vielen Gesellen der Gilde. Du wirst Konkurrenten in Reichen haben, die fern Deiner Vorstellungskraft liegen. Bist Du bereit f├╝r eine derartige Pr├╝fung?"
"Du sprichst in R├Ątseln, aber weiter."
"Dein Auftrag ist, in unserem Reich ein Schloss zu errichten und so viele Bewohner wie m├Âglich anzusiedeln. Die Regeln f├╝r die Besiedelung der Inseln sind einfach: Wir erwarten eine Brunnenanbindung f├╝r jedes Wohnhaus und die st├Ąndige Aufrechterhaltung notwendiger Baubetriebe f├╝r den Katastrophenschutz."
"Du meinst eine Holzh├╝tte, ein Steinmetz und so weiter f├╝rs gesamte Volk reicht aus?"
"Das liegt in Deinem Ermessen. Denke auch daran, dass ein Volk sich nicht dauerhaft von gehorteten Waren ern├Ąhren kann. Bei Werkzeugen dr├╝cken wir ein Auge zu: Nachdem Deine Botschafter uns die B├╝cher Deiner Geschichtsschreiber ├╝berbracht haben, werden wir unsere Kontorpr├╝fer in Deine St├Ądte schicken. Mit den Damen und Herren ist nicht gut Kirschen essen. Wir haben uns gerade erst erfolglos bei der Kirche darum bem├╝ht, sie als zus├Ątzliche Plage in die Bibel aufnehmen zu lassen... Bewahre am besten 100 Einheiten Werkzeuge auf, dann bemerken sie es nicht, falls Deine Minen ersch├Âpft sein sollten. Den Hinweis hast Du nat├╝rlich nicht von mir erhalten."
"Verstehe.", antwortest du erfreut ├╝ber das Entgegenkommen der Priesterin. "Sonst noch was?"
"Nur ein paar Nebenauftr├Ąge, um Dir zu zeigen, was es als Meister der Gilde alles zu organisieren gibt. Wir planen zum Beispiel, gross in den Bekleidungsmarkt einzusteigen, und Du wirst uns dabei helfen."
"Schiess los."
"Noch nicht. Dir wird Anweisung gegeben, wenn Du Deine Besatzung angeheuert hast und Dich aus s├╝dwestlicher Richtung der Insel von K├Ânigin Ban Tam n├Ąherst."
"K├Ânigin Ban Tam?"

R ichtig geh├Ârt. Eine Eingeborenenk├Ânigin, die ich nicht besonders gut leiden kann. Verfahre mit ihr und ihren undurchschaubaren Anh├Ąngern wie Du m├Âchtest. Ich habe keine Beweise daf├╝r, aber ich glaube, dass die Ban Tams daf├╝r verantwortlich sind, dass wir seit l├Ąngerer Zeit keine Nachricht mehr von unserem Aussenposten im Nordwesten unseres Reiches erhalten haben. Der Dschungel dort ist dicht und gef├Ąhrlich. Falls Du etwas herausfindest, m├Âchte ich dar├╝ber informiert werden."
"So sei es!"
"So sei es... Und zieh' Dir bei n├Ąchstenmal was W├Ąrmeres an, wenn Du mich hier unten besuchen kommst. Du holst Dir sonst noch den Tod..."
"Wie beruhigend.", antwortest du und willst den Thronraum verlassen, doch die Zwergin hindert dich mit einem gebieterischen "Halt, nicht so eilig!" daran.
Du machst auf dem Absatz kehrt und f├Ąngst mit deiner linken Hand reaktionsschnell einen Stein aus der Luft, den die Zwergin dir zuwirft.
"Was soll ich damit?", fragst du, nach dem du die Wertlosigkeit des graufarbenen Schiefers schnell zu erkennen glaubtest. Glattgeschliffen, anscheinend vom Wasser der Gezeiten, und nur zart ins ordin├Ąre Weiss changierend.
"Die Armee der Finsternis herbeirufen."
Die Priesterin kostet ihre kurze Redepause voll aus und setzt sich, ohne den Blick von dir abzuwenden, auf ihren Thron.
"Falls Du ihre Hilfe ben├Âtigen solltest."
"Guter Witz...", zweifelst du und f├╝hlst dich auf den Arm genommen. "Du meinst: Ein Zeichen f├╝r verb├╝ndete Truppen."
"Kein Zeichen, Du Narr. Ein Relikt, das Dir die F├Ąhigkeit verleiht, die Toten aus ihren Gr├Ąbern steigen zu lassen. Stinkende, taumelnde Leichen mit gen├╝gend Energie zum K├Ąmpfen und erschreckender Wirkung auf den Feind. Nicht alle Toten, die hier mal gelebt haben, aber so hier und dort l├Ąsst sich schon mal einer von ihnen ├╝berreden, f├╝r unsere Sache einzutreten. Sofern er noch beide Beine hat."

Schweigen.

"Ein verb├╝ndeter Steinmetz auf K├Ânigin Ban Tams Insel wird Dich im Gebrauch des Steins unterweisen."
Dir bleibt die Spucke weg.
"Geh' jetzt, Geselle. Mach' uns stolz, Dir ein guter Lehrer gewesen zu sein."

D u tust, wie dir befohlen. Zur├╝ck durch die K├Ąlte und die Finsternis der Zwergenmine. W├Ąhrend das Relikt in deiner Hand mit seiner unsichtbaren Kraft deine Finger w├Ąrmt. Als w├Ąre es direkt von der Sonne zur Erde herabgefallen. Von der Sonne, die ├╝ber allen Inseln scheint. Den Guten und den B├Âsen. Den Grossen und den Kleinen. Den Toten und den Lebendigen...

 
 
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